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Vergleichstest zwischen Toyota RAV4 und Land Rover Freelander: Im Länderduell treten Toyota RAV4 und Land Rover Freelander gegenainander an

Kräftemessen zwischen zwei Extremen: Der geländebetonte Brite gegen den sportlich orientierten Japaner – welcher darf es sein?

Erfahrung im Bau von Geländewagen haben Land Rover und Toyota reichlich. Entsprechend früh erkannten die beiden Hersteller auch den aufziehenden Boom der Kompakt-SUVs und sind bereits seit mehreren Modellgenerationen mit RAV4 und Freelander im Markt. Der ist inzwischen allerdings im Umbruch: Immer mehr europäische Marken drängen nach oben, und der Überflieger VW Tiguan sonnt sich seit Anfang des Jahres an der Spitze der Zulassungsliste. Während der RAV4 – jahrelang Bestseller des Segments – tapfer dagegenhält, ist für den Freelander No. 3 seit dem Verkaufsstart immerhin ein solider Platz im Mittelfeld reserviert. Ausreichend Fans O dia- System – der Freelander sieht seinem großen Bruder Discovery ähnlich finden die beiden jedenfalls nach wie vor, und das hat durchaus Gründe. Denn sowohl der RAV4 als auch der Freelander peilen ein bestimmtes Publikum an: Während den Toyota-Kunden ein besonders sportliches, fahraktives SUV versprochen wird, setzt Land Rover auf Käufer, die ein komfortables (Fern-)Reisefahrzeug mit Nehmerqualitäten suchen. Die Auslegung der beiden entspricht diesem Konzept: Schlank und geduckt zeigt sich der Toyota schon optisch eher als Straßenfeger, während der Freelander mit breiten Schultern anmarschiert.

Die Abmessungen unterscheiden sich merklich: Der Freelander ist zehn Zentimeter länger und breiter sowie fünf Zentimeter höher als der RAV4. Das sind Differenzen, die man auch im Inneren spürt. Nicht so sehr bei der Ellbogenfreiheit, da nutzen beide den vorhandenen Raum gut aus. Merkliche Unterschiede gibt es beim Sitzkomfort, weil der Landy mehr Platz für die Beine und eine längere Sitzauflage zur Verfügung hat. Patt dagegen beim Kofferraum: Der des RAV4 ist etwas breiter, der des Freelander – bei aufgestellten Sitzen – etwas geräumiger. Das ändert sich, wenn der maximale Laderaum benötigt wird. Hier ist der RAV4 im Vorteil, weil beim Freelander die Sitzflächen der Rücksitze nach vorne geklappt werden müssen – das kostet Ladelänge. Bessere Karten haben Toyota-Besitzer außerdem, wenn schwere Kisten in den Kofferraum gewuchtet werden müssen: Die Ladekante liegt satte 18 Zentimeter niedriger als beim Land Rover. Blind bedienen – das war einmal. Obwohl beide Testwagen nicht in der Topausstattung angetreten sind, ist die installierte Komfort- Elektronik in Freelander SE und Sondermodell Cross Sport des RAV4 bereits so umfangreich, dass es langer Eingewöhnung bedarf. Die Mittelkonsolen quellen über vor Knöpfen, Toyota schafft es gar, die Bedienung der Klimatisierung auf insgesamt 17 einzelne Schalter aufzuteilen – da stellt sich durchaus die Frage nach dem Sinn.

Die Unterschiede in der Philosophie zeigen sich nicht unbedingt bei den Fahrleistungen, da kann sich keiner so recht vom anderen absetzen. Während der Toyota etwas besser aus dem Stand beschleunigt, zeigt der schwerere Land Rover die besseren Durchzugswerte. Beim erreichbaren Autobahntempo liegen die beiden Kopf an Kopf. Wer hier mehr erwartet, hat bei Toyota noch die Wahl, für 2000 Euro Aufpreis den D-CAT-Diesel mit 177 PS zu ordern. Deutlichere Differenzen offenbaren sich dagegen beim Handling der beiden. Trotz der etwas schwachen Rückmeldung der Toyota-Lenkung lässt sich der RAV4 ziemlich zackig in Kurven werfen, der Freelander mag das dagegen gar nicht. Er schiebt bei flotter Fahrweise etwas unwillig über die Vorderachse. Auch in Sachen Schräglage kommt der Favorit aus Japan. Während der Land Rover bedeutsam nickt und wankt, pfeilt der Toyota nahezu unbekümmert um die Ecke. Unverständlich: Der Test-Freelander bremste erheblich schlechter als ein mit Conti Cross Contact bereifter früherer Testwagen. weiterlesen...

Datum

13. April 2008
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