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Toyota Land Cruiser und Mercedes GL im Test: Wer ist der Mächtigere - Mercedes GL oder Toyota Land Cruiser?

Mit diesen beiden Traumschiffen kommt man im Wortsinne ganz groß raus. An Größe und Luxus haben Toyota und Mercedes bei diesen Giganten nicht gespart. Ein Vergleich der Superlative, bei zwei Full-Size-SUV mit kräftigen V8-Dieselmotoren gegeneinander antreten.

Das ist wahrlich die Krönung. Neben diesen Giganten verblasst ein Jeep Wrangler zum Kleinwagen. Ein Smart wirkt sogar, als könnte man ihn geradewegs im Kofferraum von Toyota Land Cruiser V8 oder Mercedes GL einparken. Wer noch höher hinaus will, muss sich bei Unimog umsehen. Dabei ist es nicht nur die schiere Größe, mit der GL und Land Cruiser um Aufmerksamkeit heischen: Beide liegen natürlich auch in Sachen Luxus und Leistung ganz weit vorn. V8-Dieselmotoren mit literweise Hubraum, dazu Nettigkeiten von der Sitzbelüftung bis zum TV-Empfang - zur Not könnte man die beiden auch als Ferienwohnung nutzen.

Geländewagen jenseits der 70.000 Euro-Marke

Über Geld spricht man bei dieser Fahrzeugklasse zwar kaum noch, immerhin will der Toyota-Händler fast 70.000 Euro, der Mercedes-Verkäufer sogar mindestens 84.000 Euro sehen, bevor man sich einen der beiden Boliden vor die Tür stellen darf. Da spielt man im Bereich von S-Klasse und BMW 7er. Doch der Mercedes wird erst zum echten Benz, wenn der herrschaftliche Grundpreis nur als Beginn einer langen Reise durch die 28 Seiten lange Optionsliste des GL betrachtet wird. Denn während der Land Cruiser in seiner Topausstattung Executive nur noch drei relevante Aufpreis-Extras kennt (dritte Sitzreihe, ein DVD-System für die Rücksitze sowie ein nochmals aufwendigeres Soundsystem), darf man sich den GL quasi selbst komplettieren. Für Extras, die in dieser Klasse zum Wiederverkauf notwendig sind, wie DVD-Navi, Lederausstattung oder Metallic-Lack beim Land Cruiser alles serienmäßig geht beim GL noch mal eine Weltreise drauf. Geradezu frivol wirkt es, dass man ausgerechnet bei einem Mercedes dieser Kategorie für hintere Sidebags Aufpreis bezahlen muss.

Der neue Achtzylinder-Diesel von Toyota ist beim Hubraum um gut 460 Kubikzentimeter im Vorteil. Die höhere Leistung holt jedoch Mercedes aus den acht Halblitertöpfen. Und beim Drehmoment sind die Schwaben ebenfalls in Führung. Das sind allerdings eher akademische Vergleiche oder Fälle für Stammtisch-Reibereien, denn bei den 286 PS und 650 Newtonmetern des Land Cruiser herrscht wahrlich kein Mangel. Dennoch hat der Mercedes in puncto Fahrleistungen klar die Nase vorn.

Zwar donnert bereits der 4,5-Liter-Motor des Toyota das Riesengerät derart erbarmungslos nach vorn, dass man sich kurzfristig Sorgen um die Erdrotation macht. Doch der „kleinere“ V8 des Mercedes erledigt das alles noch eine ganze Ecke gewalttätiger. Unter acht Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, unter sieben Sekunden von 80 auf 120 km/h – und das alles bei einem Lebendgewicht von fast 2,7 Tonnen. Da reiben sich selbst die Fahrer gestandener Oberklasse-Limousinen verwundert die Augen, wenn dieser Elefant auf der Autobahn zu steppen beginnt.

Geschenkt gibt es so viel pure Gewalt freilich nicht. Denn auch beim Unterhalt sind die beiden Raumkreuzer nichts für schmale Brieftaschen. Der Verbrauch lässt sich bei normaler Fahrweise nicht unter die 13-Liter-Marke drücken, bei den Kasko-Prämien sind gute Nerven hilfreich, und beim Wertverlust muss der Käufer damit leben, sich innerhalb von drei Jahren vom Gegenwert eines Land Rover Freelander zu verabschieden.

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