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Toyota FJ Cruiser Cabrio und Jeep Wrangler im Cabrio-Vergleichstest: Die US-Importe von Toyota und Jeep lassen Sonne ins Fahrzeug

Die Cabrio-Saison hat gerade erst begonnen, und hier kommen die richtigen Open-Air-Geräte über den großen Teich. Beide rollen frisch vom Hof zweier Importeure, die seit Jahren US-Cars in die Alte Welt holen. Die Firma Büsching organisierte schon unser erstes Test-Treffen mit dem FJ Cruiser (Juli-Heft 2006), bei Allrad Schmitt kümmert man sich bereits seit 30 Jahren um das Thema Jeep, seinerzeit sogar als deutscher Generalimporteur.

Um den FJ Cruiser fit für den Vergleich mit dem Wrangler zu machen, musste er allerdings zum Aufschneider: Offiziell bietet Toyota USA den dicken Kreuzer nur als geschlossene Version an, Büsching lässt die Autos direkt vor Ort zum Cabrio umbauen. Ein Aufwand, den der Wrangler nicht nötig hat, schließlich gibt es ihn seit jeher mit aufgesetztem Hardtop oder Stoffdach. In der neuesten Generation ist das Hardtop zum Freedom-Top gereift: Die zwei Dachhälften über den Vordersitzen lassen sich separat demontieren. Eine tolle Lösung. Den neuen Wrangler gibt es aber auch – wie schon beim Vorgänger­modell – mit einer Top-in-Top-Variante, bei der das zusammengefaltete Stoffverdeck selbst bei montiertem Hardtop im Auto bleiben kann.

Bei beiden Kontrahenten wummert unter der Haube Heavy Metal im Vierliter-Takt: V6-Benziner. Der im Toyo hat allerdings mehr Muckis. Die modernere Konstruktion mit Vierventil-Köpfen beschert ihm einen 37-PS-Vorsprung. Und der ist mehr als deutlich zu spüren. In weniger als neun Sekunden auf Tempo 100 – Champions League im Gelände wagen-Lager. Die bessere Automatik hat er obendrein. Seine fünf Gänge (Wrangler: vier) sind gute Karten bei Zwischensprints. Wählt man die handgeschalteten Versionen, stehen jeweils sechs Gänge zur Verfügung. Beim Jeep Wrangler ist das gegenüber der leicht antiquiert schaltenden Automatik wohl die bessere Wahl.

Es ist aber nicht so sehr die Leistung, die den FJ Cruiser auf Anhieb so sympathisch macht, sondern vor allem die aufregende Form. Denn das geniale Retro-Design setzt sich im Innenraum fort – mit riesigen Schaltern, lackierten Flächen und einzigartiger Sitzposition hinter der weit entfernten, niedrigen Windschutz scheibe.

Das heißt allerdings nicht, dass es im Wrangler unangenehm wäre. Dort ist das Interieur zwar nüchterner, dafür genießt man aber den deutlich besseren Überblick dank der höheren Sitzposition. Und er macht geschlossen klar die bessere Figur – ob mit dem leicht schräg auslaufenden Stoffverdeck oder dem machomäßig kantigen Hardtop. Dagegen sieht das abgestufte Stoffverdeck des Toyota am besten aus – wenn es weggefaltet wird. Dabei sollte sorgfältig darauf geachtet werden, dass der Verdeckmechanik nichts in die Quere kommt, denn die elektrohydraulische Steuerung hat keine Sicherheitsabschaltung. Sie arbeitet sehr energisch, klappt rigoros zurück und schließt mit einem gewaltigen Rumms – da sollte man besser keine Finger dazwischen haben.

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