Volvo TGB C303 Treffen Fürstenau 2011 24 Bilder Zoom

Volvo TGB Treffen in Fürstenau: Schwedenstahl in Aktion

Gleich 15 der extrem seltenen Gelände-Oldies von Volvo trafen sich zur Saisoneröffnung im Fahrgelände Fürstenau – bei garantiert artgerechter Haltung im Wald, Sand und Schlamm.

Die Dämmerung setzt ein, als die letzten Fahrzeuge am ehemaligen Truppenübungsplatz in Fürstenau eintreffen. Der Checkin erweist sich als äußerst unkompliziert: kurzer Stopp an der Schranke, der Wachmann drückt jedem einen Lageplan des Geländes in die Hand und beschreibt den Weg zum Camp. Die offizielle Anmeldung und die Bezahlung werden unkompliziert für den nächsten Morgen vereinbart.

Das Camp - besser das Biwak - der Truppe in einem ehemaligen Schießstand auf dem Gelände erweckt zunächst einen martialischen Eindruck. In langer Reihe stehen dort die verschiedensten Militär-Fahrzeuge. Zwischen den großen Scanias dominiert jedoch ein besonderer Fahrzeugtyp, der Volvo TGB in seinen verschiedenen Ausführungen. Viele haben genau deswegen die weite Anreise in die nordwestlichste Ecke der Republik in Kauf genommen, aus dem südlichen Bayern, aus dem östlichen Sachsen und selbst aus Norwegen. Das Biwak wird vervollständigt durch ein großes britisches Mannschaftszelt, das schnell aufgebaut ist, die legendären Kellchen werden in Stellung gebracht.

Ein beachtlicher Stapel Feuerholz liegt schon bereit und wird vor dem Zelt in der Feuerstelle seiner Bestimmung zugeführt. Der gemütliche Teil des Abends kann beginnen. An Getränken und Gesprächen besteht kein Mangel, viele sehen sich zwar zum ersten Mal, kennen sich jedoch schon lange im Volvo-Forum. In den bereits fortgeschrittenen Abendstunden wirft das große Lagerfeuer, um das sich das Gros der Teilnehmer nun gemütlich eingerichtet hat, lange Schatten auf die in der Nähe abgestellten Fahrzeuge, was die abenteuerliche Atmosphäre des Treffens noch verstärkt. Der erste Abend in Fürstenau gleitet mit gut gefüllten Kellchen edlen Tropfens langsam in eine milde, sternenklare Nacht hinüber.

Strahlender Sonnenschein am Samstag

Das morgendliche Wecksignal wird bei strahlendem Sonnenschein durch einen Stromgenerator gesetzt, der sein Geknatter mit frisch gebrühtem Kaffee entschuldigt. Es ist Frühstückszeit. Vor dem Kellchenzelt entsteht eine lange Tafel aus Klapptischen und keinen der Hungrigen scheint es zu wundern, dass es zum Frühstück hier in Friesland frische Weißwürste mit süßem Senf und Brezeln gibt.

Die Truppe sammelt sich mit ihren Fahrzeugen unter blauweißem Himmel am frühen Mittag an der Einfahrt zum Offroadbereich zum großen Appell. Man zählt 15 Volvo TGB, einen BV202 und einem Hanomag AL 28. In Kolonne fährt der Tross in die große Sandgrube von Fürstenau, ein mehrere Hektar großer Spielplatz mit Wasserlöchern, Verschränkungspassagen und Steigungen, ein.

Nicht lange lässt die erste Bergungsaktion auf sich warten. Ein Volvo, mit seinem Piloten auf Jungfernfahrt, liegt auf der Seite. Für eine Bergung erschwerend kommt hinzu, dass der Volvo mittig in einer mit tiefen Spuren durchzogenen steilen Abfahrt, an deren Ende ein Wasserloch ist, liegt. Der mittlerweile eingetroffene geländeeigene Bergungsdienst wird kurzerhand in Wartestellung versetzt. Die Bergung übernimmt das jahrzehntelang eingespielte Volvo-Rettungsteam mit tatkräftiger Unterstützung des BV202. Unter den neugierigen, zahlreichen und fachkundigen Blicken der Passanten steht das Fahrzeug kurze Zeit später wieder auf seinen Rädern und wird auf ebenes Gelände geschleppt. Der Umfall hinterlässt keine sichtbaren äußeren Schäden am Volvo.

Jungfernfahrt mit Hindernissen

Nach Reinigung der Zündkerzen, einigen fachlich motivierten Blicken in die Motorenperipherie springt der robuste B30A ohne Murren wieder an und die Jungfernfahrt kann glücklich wieder aufgenommen werden. Unterdessen fährt sich der AL28 im Schlamm am Fuß eines steilen Hangs, den die Volvos mit Leichtigkeit meistern, fest, ein TGB11 steht mit gefährlicher Schräglage in einem tiefen Wasserloch und ein weiterer TGB11 kommt in einem Erdloch, mit den genauen Abmessungen des Fahrzeug und halber Fahrzeughöhe Tiefe, weder vor noch zurück geschweige denn hinaus. Sie werden alle gerettet und finden später auf mehr oder weniger verschlungenen Waldwegen ohne Ausfälle zurück ins Basislager.

Hier wartet bereits eine besonders willkommene Überraschung in Form einer britischen Feldküche, dem zugehörigen allseits bekannten und beliebten Küchenbullen nebst frischem Kaffee und Kuchen. Das prächtige Wetter spiegelt die Laune, die Gespräche der Teilnehmer und die allgemeine Stimmung im Basiscamp wider.

Mittlerweile ist der Tross sortenrein, d.h. es sind nur noch Volvos unterwegs. Der BV202 übernimmt wieder –wie während der ganzen Ausfahrt- die dankbare Rolle des Sightseeing-Mobils für die Kinder der Teilnehmer. Demzufolge bestimmt er zum „Leidwesen“ einiger Teilnehmer auch das Tempo des Konvois, was einem besonders draufgängerischen Teilnehmer dazu veranlasst, sich die Zeit in jedem noch so kleinen Pfuhl zu verkürzen, um final gezielt zu versumpfen. Kleine Rettungsaktion, weiter geht’s.

Zwei Achsen sind eine zu wenig

Nach langer abwechslungsreicher Fahrt durch den urtümlichen Wald und mit Beginn der Dämmerung wird via CB das Signal zur Rückkehr ins Lager gegeben und der kürzeste Weg gesucht. Nach Ermessen des todesmutigen Fahrers eines zweiachsigen Volvo führt dieser „Weg“ durch einen 1,5m tiefen wie breiten Entwässerungsgraben. Die unvermeidliche Rettungsaktion erfolgt vom Heck her.

Die anschließende Produktvorführung eines 3-Achsers, der anstandslos über und durch den Graben marschiert, mit ebensolcher Leichtigkeit scharf verfolgt vom Kindermobil nebst Anhänger, sorgt für großes Staunen und eine weiträumige Umfahrung des Hindernisses für die Kolonne. Die nun verbreiterte, abgeflachte Spur verschont den unbelehrbaren 2-Achser dennoch nicht vor einem wiederholtem Festfahren im Graben. Gruppengelächter und Rettungsaktion verlaufen parallel und werden vom Bergeopfer sehr sportlich aufgenommen. Die weitere Fahrt auf den befestigten Teil des Geländes verläuft ohne besondere Vorkommnisse.

Die hervorragenden manuellen Fahrzeugwaschanlagen und die gut mit Wasser gefüllten Seuchenwannen auf dem Fuhrparkgelände in Fürstenau verzögern durch intensiven Gebrauch die Heimkehr der Fahrer ins Basiscamp, wo dann auch sogleich der große Grill in hektischer Betriebsamkeit angeworfen und das Lagerfeuer neuerlich entzündet wird.

Geordneter Rückzug

Der morgendliche Weckduft samt Geräuschuntermalung ist schon so bekannt wie das Wetter, das der Sonnengott mit der gleichen Aufmerksamkeit und Selbstverständlichkeit bereitstellt, wie unser beliebter Küchenbulle das britische Frühstück mit Bacon, Beans & Eggs in der Feldküche. Nach einem langen, reichhaltigen Frühstück werden – in Anbetracht der langen Heimfahrt mancher Teilnehmer- erste Anstalten zum Aufbruch gemacht. Es werden Telefonnummern, Umarmungen und Versprechen auf baldiges Wiedersehen ausgetauscht und das Lager geordnet geräumt.

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