Dacia Duster dci 110 FAP 4x4 Supertest 4wheelfun 36 Bilder Zoom

Dacia Duster dci 110 4x4 im Supertest: Was kann der Billig-Offroader im Härtetest?

Mit dem Duster kämpft Dacia gegen SUV-Statussymbole. Doch billig alleine reicht nicht, deshalb musste der Dacia Duster im Supertest ran.

 Auf unserem Supertest-Gelände südlich von Berlin musste schon so manches SUV kräftig Federn lassen, wurden Blender entlarvt und Überraschungs-Sieger gekürt. Zu welcher Kategorie der Dacia Duster zählt, darüber schafft das selektive Gelände mit den neun fest installierten Testsektionen endgültige Klarheit.

Supergünstig ist der Dacia Duster nur als Benziner-Basismodell

Mindestens 15.490 Euro muss man investieren, um den Duster mit Allradantrieb zu bewegen. Dafür gibt es die Variante mit dem etwas lärmigen und nicht sonderlich spontanen 105-PS-Benziner in der Laureate-Ausstattung. Die sinnvollere Version kostet wenigstens 17.690 Euro: Den 110PS-Diesel mit Allrad gibt es ebenfalls erst ab der Lauréate-Ausstattung.
 
Unser Testwagen, die Prestige-Ausführung für 18.490 Euro, glänzt immerhin mit Lederausstattung, Leichtmetallrädern und Radio. Aufpreisextras sind andernorts selbstverständliche Dinge wie ein Ersatzrad (60 Euro) oder das sehr empfehlenswerte ESP (300 Euro), das gleichzeitig auch eine elektronische Traktionskontrolle für den Geländebetrieb bereitstellt. Damit wäre zumindest der plakative Basispreis des Dacia Duster (ab 10.490,- Euro) etwas relativiert, denn mit der sinnvollen Komplettausstattung unseres Testwagens ist knapp die doppelte Summe fällig .

Viel Platz und ordentliche Verarbeitung

Im Prestige-Trim mit Metallic-Lack (nochmals 470 Euro) macht der Duster durchaus etwas her, die schwungvoll und ausladend modellierte Karosserie weckt keine Billig-Assoziationen. Auch im Innenraum lässt es sich aushalten. Die höhenverstellbaren Vordersitze erlauben eine gut angepasste Position, Instrumentierung und Bedienungshebel des Dacia Duster lassen, mit Ausnahme des französisch im Blinkerhebel versteckten Hupenknopfs, keine Verwirrung aufkommen. Die Verarbeitung geht  in Ordnung, die lackierten Zierteile sehen sogar ein bisschen edel aus. Mit welch spitzem Stift bei der Fertigung des Dacia Duster kalkuliert wird, merkt man allerdings an den verwendeten Materialien und lieblosen Details wie der labberigen Laderaumabdeckung aus Stoff oder der handgetackerten Bespannung des Laderaum-Zwischenbodens.
 
Für seine Klasse bietet der Dacia Duster erstaunlich viel Raum. Das gilt für das gesamte Fahrzeug – auf der Rücksitzbank reisen auch Erwachsene kommod und das Gepäckabteil ist sehr anständig dimensioniert. 94 Zentimeter Länge bei aufgestellten Rücksitzen, stolze 1,72 Meter bei umgelegten Lehnen – respektabel. Einzige Ausnahme ist die Innenbreite, bei der die Kompaktklasse grüßen lässt.

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Der Renault-Diesel passt gut zum Dacia Duster

Der Renault-Diesel ist eine gute Wahl für den Dacia Duster. Er arbeitet erstaunlich kultiviert und geht durchaus mit Nachdruck zur Sache – sobald er seine leichte Anfahrschwäche überwunden hat. Etwas ungewöhnlich ist allerdings die Getriebeabstufung. In Ermangelung einer Untersetzung hat Dacia den ersten Gang des Duster mit 4,5:1 sehr kurz übersetzt, der Sprung zum zweiten ist sehr lang. So entwickelt sich eine ziemlich hektische Schalterei, um das Auto erst einmal in Fahrt zu bekommen, ab 40-50 km/h entspannt sich die Lage und es kann auf das Drehmoment des Dieselmotors gesetzt werden.
 
Überraschend gut fällt der Federungskomfort des rumänischen SUV aus. Vom Feldweg bis zur Querfugen-gespickten Autobahn schluckt das Fahrwerk des Dacia Duster freudig alles, was kommt. Komfortabel, aber wenig kurvengierig: die Lenkung lässt Direktheit und Zielgenauigkeit vermissen, der Dacia Duster ist ein Cruiser, keine Rennsemmel.
 
Die kurze Getriebeübersetzung macht den Dacia Duster ziemlich spontan. Im fünften der sechs Gänge beschleunigt er immerhin binnen 11,0 Sekunden von 80 auf 120 km/h. Den Spurt auf 100 km/h hakt er in 12,5 Sekunden ab. Das sind Werte, die in dieser Klasse aller Ehren wert sind.

Der Dacia Duster dCi 110 ist richtig sparsam

Die schönste Alltags-Seite des Duster ist allerdings seine Geizigkeit – nicht nur beim Kaufpreis. Denn auch der Verbrauch des Diesel-4x4 ist mustergültig. Bei besonnener Fahrweise macht es keine Mühe, eine Fünf vor dem Komma zu erreichen, der Testverbrauch von 6,2 Liter fällt entsprechend erfreulich aus. Noch besser: selbst bei Dauervollgas wird der Dacia Duster nicht zum Säufer, auch mit schwerem Fuß auf der Autobahn lassen sich nicht mehr als zehn Liter pro 100 Kilometer durch die Einspritzdüsen quetschen.
 
Und auf die Autobahn darf man sich durchaus wagen, denn mit gemessenen 174 km/h Höchstgeschwindigkeit ist der Dacia Duster für jede Distanz gerüstet. Bei etwas Rücksicht auf den Motor lässt man es allerdings bei maximal 160 km/h bewenden, schon bei diesem Tempo erreicht er seine Nenndrehzahl von 4.000 Umdrehungen – und treibt das Innengeräusch auf 80 Dezibel.
 
Den Alltags-Einsatz meistert der Dacia Duster sehr entspannt. Bleibt die Frage, wie sich der preiswerte Osteuropäer schlägt, wenn man ihn im Gelände hart ran nimmt. Die Antwort darauf (und die eine oder andere Überraschung) finden Sie in den Einzelwertungen (oben auf die Rubrik „Wertungen“ klicken); weitere Details in der Fotoshow.

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