Der Tucson-Nachfolger Hyundai ix35: Neuer Anlauf in der SUV-Kompaktklasse

Hyundai ix35

Im Frühjahr 2010 kommt mit dem Hyundai ix35 ein neuer Konkurrent in die vom VW Tiguan dominierte Kompakt-SUV-Klasse. Hat der Koreaner das Zeug dazu, im Wettbewerb zu bestehen?

Von Bescheidenheit keine Spur: Der neue Hyundai ix35 kommt selbstbewusst und eigenständig daher. Längst braucht Hyundai keine Schützenhilfe mehr wie beim seligen Galopper, einem Lizenzbau des Mitsubishi Pajero aus den 1980er Jahren. Auch die konservativen Zeiten eines betont sachlichen Terracan sind Geschichte, seit der Hyundai ix55 dessen Nachfolge angetreten hat.

Der Hyundai ix35 folgt der neuen Design-Markensprache

In diese neue Typensprache reiht sich seit dem Frühjahr ein weiteres Modell ein, der ix35. Er löst den braven Tucson ab, der im wesentlichen dadurch auffiel, dass er nicht auffiel. Zu Zeiten, als der Tucson hauptsächlich gegen japanische Konkurrenten antrat, genügte der solide Auftritt. SUV-Käufer von heute sind allerdings wählerischer geworden. Die europäischen Hersteller sind in den Ring gestiegen, VW Tiguan, BMW X1 und Ford Kuga geben den Takt vor. Wer hier beim Käufer bestehen möchte, muss auch modisch etwas zu bieten haben.

Entsprechend gibt der ix35 den Dynamiker. Das Karosseriedesign mit weit um die Ecken gezogenen Front- und Heckleuchten, abfallender Dach- und hoher Gürtellinie passt in die Zeit. Lange Überhänge machen gleichzeitig deutlich, dass das Jagdrevier des ix35 hauptsächlich auf der Straße zu finden ist. Die Abmessungen (Länge 4,41m, Breite 1,82m) passen ins Segment, drangvolle Enge kommt im ix35 nicht auf. Das dynamisierte Gesicht des kompakten Koreaners hat zwar durchaus Familienähnlichkeit mit dem großen ix55, aber dennoch eigenständige Linien.

Sportlich gezeichnetes Cockpit mit reichlich Alu-Look


Gleiches gilt für das Cockpit, das weder dem großen Bruder noch der mittleren Baureihe Santa Fe gleicht. Viel Alu-Look soll Sportlichkeit signalisieren, die hinterleuchteten Instrumente sitzen in tiefen Höhlen. Der ix35 macht deutlich auf Dynamiker. Dazu passt der Motor, mit dem das Auto im Frühjahr bei den Händlern steht. Ein von Hyundai selbst entwickelter Zweiliter-Commonrail-Diesel mit strammen 184 PS wird den ix35 in unter zehn Sekunden auf Tempo 100 beschleunigen und soll mit 6,3 Liter im Durchschnitt zeitgemäß sparsam sein. Eine gedrosselte Variante dieses Vierzylinders wird es zu einem späteren Zeitpunkt auf 136 PS und einen Durchschnittsverbrauch von 5,9 Liter Diesel bringen. Zum Jahresende 2010 folgt dann der Basis-Selbstzünder. 1,7 Liter groß und 116 PS stark soll er laut Hyundai der knauserigste SUV-Antrieb des Marktes werden, 5,2 Liter Durchschnittsverbrauch stehen in der Ankündigung.

Die sparsamsten Motoren kommen erst zum Jahresende

Wer lieber mit einem Benzinmotor durchs Leben fährt, bekommt die Wahl zwischen einem Zweiliter mit 163 PS und einem 1,6-Liter mit Start-Stopp-Funktion (ebenfalls erst ab Ende 2010), der mit 140 PS antritt. Die Verbrauchswerte: 7,6 bzw. 6,4 Liter. Der kleinere Motor arbeitet mit Benzin-Direkteinspritzung und wird mit einer Start-Stop-Automatik ausgeliefert.

Die Dieselmodelle erhalten als Standard ein Sechsgang-Schaltgetriebe, eine ebenfalls sechsstufige Automatik gibt es als Aufpreisextra. Der automatisch arbeitende Allradantrieb wird gleichfalls extra kosten.

Preise beginnen bei 20.990 Euro

Den ix35 bringt Hyundai  zum 5. März zu den Händlern. Das neue SUV-Modell kostet in der günstigsten Variante 20.990 Euro. Günstigster Diesel ist der ix35 2.0 CRDi 2WD, der zum Preis von 24.190 Euro angeboten wird. Allrad kostet jeweils 1.700 Euro Aufpreis, Top-Modell ist der Hyundai ix35 2.0 CRDi 4WD mit dem 184 PS starken Selbstzünder zum Preis von wenigstens 28.490 Euro, der ausschließlich als Allradler erhältlich sein wird.

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Torsten Seibt

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VW Tiguan Neue Gesichter in der Kompaktklasse: Welches SUV ist ihr Favorit?
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