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Toyota RAV4 2013 Weltpremiere: Toyota enthüllt die vierte RAV-Generation

Auf der Los Angeles Autoshow enthüllt Toyota die vierte Generation des RAV4. Der Allradler wächst kräftig und wird mehr Van als SUV.

Eventuell ist es ja nur konsequent: Toyota erfand 1994 das Segment der kompakten SUV, als noch Leiterrahmen und Starrachsen das Offroader-Bild beherrschten. In der Folge dutzendfach kopiert und von Nachzüglern wie dem Tiguan überholt, versucht Toyota mit dem neuen RAV4 wieder einen Vorsprung durch Styling: weiter entfernte sich noch kein SUV vom eigentlichen Thema. Der neue Toyota RAV4 für 2013, der auf der Los Angeles Auto Show Weltpremiere feiert, ist im Grunde nicht mehr als SUV erkennbar.

Toyota RAV4 2013: Familienkreuzer statt Funcar

Stattdessen baut Toyota den Vorreiter der Kompakt-SUV bewusst zum Familienmobil um, Funcruiser war gestern. Hierfür gibt es zunächst einmal ein kräftiges Dehnprogramm. Der Radstand wächst auf 2.660 Millimeter, die Gesamtlänge auf 4.570 Millimeter – der RAV4 2013 ist 20,5 Zentimeter länger als das Vorgängermodell. Gleichzeitig schrumpft er in der Höhe um 25 Millimeter, die Silhouette streckt sich nun gehörig in die Länge.

In der Breite legt der Toyota RAV4 2013 um 30 Millimeter zu. Das Wachstum schlägt sich in einem rund 100 Liter größeren Gepäckraum und mehr Knieraum in der zweiten Reihe nieder. Der Sitzplatzabstand zwischen Vorder- und Rücksitzen liegt nun bei 970 Millimeter, Toyota spricht vom Bestwert in dieser Klasse.

Beim Design orientiert sich Toyota an der aktuellen Pkw-Generation, das Styling nimmt Anleihen bei Verso-S und Avensis – mit den weit nach vorne gerückten Kotflügeln, die bis in den Stoßfänger hineinreichen und den zurückgesetzten Grill einrahmen sowie der ausgeprägten Sicke, die sich unterhalb der Fensterlinie ab der A-Säule bis in die Rückleuchten hineinzieht. Abschied nehmen heißt es auch von der seitlich angeschlagenen Hecktür. Der Toyota RAV4 2013 schwenkt die Heckklappe konventionell nach oben, soll aber die sehr niedrige Ladekante beibehalten, sie liegt 65 Zentimeter über Grund.

Neuer Basisdiesel im Toyota RAV4 2013

Der neue Toyota RAV4 2013 bekommt überarbeitete Motoren eingepasst. Der Benziner leistet nun sieben PS weniger als bislang und tritt mit 151 Pferden an. Er lässt sich wie bisher manuell schalten oder optional mit einer stufenlosen CVT-Automatik bestücken. Den Dieselpart übernimmt in erster Linie der bekannte 2,2-Liter-Vierzylinder in der 150-PS-Ausführung, die stärkere 177-PS-Variante wird es vorerst nicht mehr geben. Der Diesel ist gegen Aufpreis mit einer Sechsstufen-Automatik zu haben und hat standardmäßig ein Sechsgang-Schaltgetriebe. Neu im Toyota RAV4 2013 ist außerdem ein Einstiegs-Diesel: Als Basismodell wird künftig ein Zweiliter-Selbstzünder mit 124 PS angeboten, der 4Wheel-Fun-Leser aber nicht weiter tangieren muss – es gibt ihn nicht mit Allrad.

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Nicht nur bei der äußeren Aufmachung hat Toyota kräftig hingefasst. Auch der Innenraum des Toyota RAV4 2013 wurde umfassend neu gestaltet. Eine edlere Aufmachung unter anderem mit einer optionalen Cockpit-Belederung soll den RAV4 wieder auf die Erfolgsspur bringen. Beim Multimedia-System bleibt es auf den ersten Blick beim bekannten Aufbau, allerdings wurde das Umfeld optisch überarbeitet und erinnert jetzt an den großen Land Cruiser V8.

Toyota RAV4 2013 mit modernem Cockpit

Bei der Cockpit-Gestaltung treibt Toyota das Stufen-Thema der bisherigen Modelle auf die Spitze und bleibt auch der teils merkwürdigen Verteilung der Schalterinseln treu. Neben schlüssellosem Starten zieht auch eine automatische Start/Stopp-Funktion ein – allerdings nur beim frontgetriebenen Basismodell.

Beim Allradantrieb fährt Toyota eine neue Strategie, die mehr Dynamik ins Geschehen bringen soll. Grundsätzlich fährt der Toyota RAV4 2013 im Straßenbetrieb als reiner Fronttriebler. War bisher alleine auftretender Radschlupf Begründung dafür, die Hinterachse am Geschehen zu beteiligen, ist dies nun häufiger der Fall. Die elektromagnetisch angesteuerte Allradkupplung sitzt am Differentialeingang der Hinterachse und kann eine Regelung bis zu einer 50:50-Verteilung realisieren. Neben durchdrehenden Rädern reagiert das System künftig auch auf Befehle der Gierraten- und Lenkwinkel-Sensoren. So wird im Normalbetrieb bei auftretendem Untersteuern entsprechend Antriebskraft nach hinten geleitet, um den Wagen zu stabilisieren. Ein zuschaltbarer Sportmodus sorgt außerdem dafür, auch bei Lenkeinschlägen Kraft aus dem Hinterhaus zu erhalten, so simuliert der Toyota RAV4 2013 einen echten Permanent-Allrad. In diesem Portmodus wird auch die Lenkunterstützung der elektrischen Servolenkung reduziert und die Kennlinie des Gaspedals geändert, um ein sportlicheres Fahrgefühl zu vermitteln. Die Automatikversionen drehen dann außerdem die Gangstufen weiter aus.

Allradsystem mit zusätzlichem Funktionsumfang

Das Allrad-System wird auch weiterhin per Schalter aktivierbar sein, wodurch bis 40 km/h eine starre 50:50-Verteilung vorgegeben wird, eine letzte Reminiszenz an das Thema Geländewagen. Serienmäßig gibt es eine Berganfahrhilfe, die Automatik-Modelle bekommen außerdem eine Bergabfahrhilfe spendiert. Neu für den Toyota RAV4 2013 sind außerdem moderne Assistenzsysteme. Gegen Aufpreis sind der automatisch abblendende Fernlichtassistent, ein optisch-akustisch warnender Spurhalteassistent und der mit Radarsensoren am Heck arbeitende Totwinkel-Warner. Serienmäßig sind sieben Airbags inklusive eines Knieairbags für den Fahrer verbaut.
 
Voraussichtlicher Verkaufsstart für den Toyota RAV4 2013 ist das kommende Frühjahr. Zu Preisen gibt es derzeit natürlich noch keine Aussagen seitens Toyota, wir rechnen mit einem Basispreis der Allradmodelle ab rund 28.000 Euro.

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Foto

Toyota

Datum

28. November 2012
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