Die Navigation mit GPS und Notebook wird immer leichter. Neue Netbooks machen das Thema jetzt auch erschwinglich.
Das waren noch Zeiten, als man mit mühsam organisierten russischen Militärkarten und einem Kompass quer durch Afrika geturnt ist. Dabei ist es gerade einmal neun Jahre her, dass mit Abschaltung der künstlichen Missweisung auch im Zivilbereich zum ersten Mal GPS-Navigation mit metergenauen Ergebnissen möglich war.
Doch selbst die damaligen Möglichkeiten erscheinen heute wie Anachronismen aus der Steinzeit. Immer leistungsstärkere GPS-Empfänger mit vorinstalliertem Kartenmaterial, immer mächtigere Software für die Streckenbearbeitung auf dem Computer.
Und seit kurzem gibt es mit dem Siegeszug der sogenannten Netbooks auch eine Möglichkeit, diese Kombination unterwegs zu nutzen, ohne ein Vermögen auszuge- ben. Eigentlich waren die Netbooks vom Erfinder Asus (inzwischen gibt es eine Vielzahl ähnlicher Rechner anderer Hersteller) nur als komfortable Internet-Geräte für unterwegs gedacht. Doch ihre Auslegung mit kompakten Abmessungen, Farbbildschirm, sehr langen Akku-Laufzeiten und dem Verzicht auf empfindliche Festplatten lassen die handlichen Mobilcomputer gerade einen Boom im Auto erleben. Denn sobald die heute allgegenwärtigen Navigationsgeräte bei Geländetouren abseits der Straße nur ratlos blinken, schlägt ihre große Stunde.
TTQV-Navigationssoftware mit gewaltigem Funktionsumfang
Dabei haben sich mittlerweile Standards herausgearbeitet, die Kaufentscheidungen einfacher machen. Allen voran die Software TTQV von Touratech. Mit TTQV ist man nicht mehr nur auf Verwendung eines Garmin GPS angewiesen, sondern kann auch andere, preiswertere GPS-Empfänger nutzen. Die Software lässt sich mit diversen Kartendaten nutzen und hat einen gewaltigen Funktionsumfang bis hin zur Schnittstelle mit Google Earth.Die gewünschte Route lässt sich damit einfach auf dem Laptop per Mausklick erstellen und anschließend nachfahren.
Als Favorit für die Mobilnutzung hat sich inzwischen der Asus Eee-PC 901 herausge stellt. Mit ausreichend großem 8,9-Zoll-Bildschirm, bis zu sieben Stunden Akku-Laufzeit und erschütterungsfreiem Flash-Massenspeicher statt empfindlicher Festplatte ist der 1100 Gramm leichte Winzling auch für den rauen Einsatz im Gelände gewappnet. Doch speziell im Bereich der ultramobilen Computer gibt es weiterhin rasante Entwicklungen – es bleibt also spannend.
Autor: Torsten Seibt




















