Alles über Mitsubishi ASX
Mitsubishi ASX, Mitsubishi Outlander, Frontansicht 33 Bilder Zoom

Mitsubishi ASX oder Mitsubishi Outlander: Kompakt-SUV für Piste und Promenade

Mit dem neuen Outlander und dem frisch modellgepflegten ASX hat Mitsubishi gleich zwei kompakte SUV zu bieten. In der Kaufberatung beschreiben wir beide Modelle samt Motoren und Ausstattungen ausführlich und geben Empfehlungen, welches sich für wen eignet.

In Sachen Offroader kann Mitsubishi eine lange Tradition vorweisen. Schon seit 1983, also zu einer Zeit, als noch eher Limousinen im Verkaufsprogramm dominierten und mit der Abkürzung SUV noch niemand etwas anzufangen wusste, baut die Firma mit dem Diamanten-Logo den Pajero. Der robuste Allradler etablierte die Marke - unter anderem durch mehrere Teilnahmen bei der Rallye Dakar - schnell in der Offroad-Szene und wird heute in mittlerweile vierter Generation noch immer angeboten.

Da verwundert es wenig, dass die Japaner schon recht früh auch bei den softeren SUV vertreten waren und heute mit zwei Modellen im Segment unterwegs sind: mit dem 4,66 Meter langen Outlander und seit 2010 auch mit dem vom Outlander abgeleiteten, 4,30 Meter kurzen ASX, der in Nordamerika unter dem Namen Outlander Sport firmiert.

Vor allem Letzterer erwies sich als Volltreffer für den hiesigen Autogeschmack: Während  Mitsubishi hierzulande in den letzten zehn Jahren rund 35.000 Exemplare des Outlander unter die Leute brachte, verkaufte sich der ASX in den zwei Jahren seit seiner Markteinführung in Deutschland bereits gut 22.000 Mal und ist damit derzeit das beliebteste Modell der Marke.

Mitsubishi Outlander und ASX frisch überarbeitet

Um diesen Erfolg weiter auszubauen, hat der Konzern in diesem Jahr beide SUV-Typen auf Vordermann gebracht: Während der ASX im Herbst die erste sanfte Modellpflege erhielt, stand beim Outlander ein Generationensprung an. Obwohl die Abmessungen des neuen Modells gegenüber dem Vorgänger weitgehend unverändert blieben, ließen die Japaner dem Outlander mehr als nur Feinschliff angedeihen: Neben dem Design und einem Motor sind auch zahlreiche Optionen völlig neu, darunter erstmals ein Assistenz-Paket.

Der Einsatz von hochfesten Stählen und optimierten Pressverfahren drückte das Gesamtgewicht je nach Variante um bis zu 100 Kilogramm nach unten, ohne sich aber negativ auf Steifigkeit und die passive Sicherheit auszuwirken. Ein zusätzlicher Längsträger im Bodenbereich hilft nun bei der kontrollierten Energieaufnahme im Crashfall.

Gegenüber dem Vorgänger straffte Mitsubishi das Motorenprogramm, vorerst ist der Outlander nur mit je einem Benzin- und einem Dieselaggregat (Leistung jeweils 150 PS) verfügbar, die mit einer Ausnahme in allen Antriebskonfigurationen über das automatische Start-Stopp-System AS&G verfügen. In Verbindung mit der verbesserten Aerodynamik und Leichtlaufreifen sinkt etwa der Normverbrauch des neu konstruierten Benziners um 0,7 L/100 km.

Beim ASX beschränken sich die Neuerungen im Wesentlichen auf kosmetische Eingriffe, die Motoren - auch hier je ein Benziner und ein Dieselmotor - blieben von den Leistungsdaten her unverändert. Außen gibt es nun überwiegend lackierte Stoßfänger, die hinteren Reflektoren strahlen etwas tiefer zurück, und im Innenraum ändern sich je nach Variante Zierleisten, Sitzbezüge und einige Ausstattungsdetails. Motto: Warum etwas ändern, was sich blendend verkauft?

Selbst die Basispreise (ab 18.990 Euro) blieben für das neue Modelljahr erfreulicherweise stabil. Neben den bekannten Ausstattungslinien gibt es für den ASX derzeit noch das Sonderpaket "Intro-Edition" und - ebenso wie beim Outlander – bis Jahresende spezielle Finanzierungs-Konditionen.

Mitsubishi Outlander mit vier Paketen zu haben

Die Mühe einer aufwendigen Konfigurierung können Sie sich beim Outlander sparen, seine vier Ausstattungslinien enthalten fast alle typischen Extras. Wichtig: Motor und Antrieb entscheiden mit.

Den Einstieg markiert die Variante Inform, die nur für den frontgetriebenen Benziner verfügbar ist. Trotzdem kommt sie keineswegs ärmlich daher: Klimaautomatik (eine Zone), CD-/USB-Radio, Tempomat mit Begrenzer, das Multifunktionslenkrad sowie die elektrischen Helferlein für Seitenscheiben und Spiegel sind grundsätzlich an Bord. Dazu sieben Airbags (inklusive Luftpolster für das Fahrerknie), der Schleuderschutz MASC plus Traktionskontrolle und Berganfahrhilfe.

Es darf ein bisschen mehr sein? Für einen Aufschlag von 3.350 Euro gibt es den Outlander als Invite inklusive Leichtmetallfelgen, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Nebelscheinwerfer und Parksensoren. Daneben lassen sich die Außenspiegel elektrisch anklappen, ein Regensensor steuert die Scheibenwischer. Mehr geht beim Benziner nicht, beim Diesel hingegen ist Invite bereits die Basis.

Nächster Schritt ist die Variante Intense (plus 3.500 Euro). Sie lohnt vor allem deshalb, weil sie (wie Instyle) die beiden zusätzlichen Klappsitze im Kofferraum umfasst. Außerdem gehören Xenon-Licht und ein 710 Watt starkes Soundsystem der US-Marke Rockford-Fosgate inklusive Subwoofer im Heck und Digitalradio-Empfang (DAB) hinzu.

Letzte Steigerung: Instyle (plus 3.700 Euro). Dafür gibt‘s dann Ledersitze, elektrische Heckklappe, Schiebedach und Navigationssystem. Achtung: Auch Motor und Antriebsart entscheiden über die verfügbare Ausstattung. Beispiel: Den Allrad-Benziner gibt es nur mit CVT-Automatik und als Invite, den frontgetriebenen Diesel nur mit manueller Schaltung, ebenfalls als Invite. Eine weitere Einschränkung: Wer seinen Outlander mit dem Assistenz-Paket (1.900 Euro, mit aktivem Tempomat, Kollisionswarner und Spurhalteassistent) ausstatten will, muss zum 41.690 Euro teuren Diesel-Topmodell Instyle mit Automatik greifen.

Viel Ausstattung für den Mitsubishi ASX

Mitsubishi folgt beim ASX dem Trend zur guten Ausstattung im kleineren Auto. Beinahe alle Extras aus dem größeren Schwestermodell sind auch im kleineren der beiden SUV-Brüder verfügbar.

Wenig überraschend lauten die Namen der vier Ausstattungslinien gleich wie im Outlander, allerdings unterscheiden sie sich in Umfang und Aufpreisen. Inform ist auch hier nur für den Benziner verfügbar, der so die 19.000 Euro-Marke knapp unterbietet. Trotzdem ist er mit Klimaanlage, elektrischen Fenster-hebern und CD-Radio bereits ordentlich ausgestattet. Auch in puncto Sicherheit gibt es keine Abstriche: Sieben Airbags, ESP und Traktionskontrolle sind immer an Bord, lediglich die Berganfahrhilfe bekommen nur die Diesel-Modelle.

Für einen Aufpreis von 2.200 Euro bringt der Invite Klimaautomatik, 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, Licht- und Regensensor, Multifunktions-Lederlenkrad, die USB-Schnittstelle fürs Radio sowie Nebelscheinwerfer mit. Wer weitere 2.240 Euro investiert, bekommt seinen ASX als Intense ausgeliefert, also inklusive 17-Zoll-Alufelgen, Xenon-Licht, Bluetooth-Freisprecheinrichtung – und als besonderes Extra ein großes Panorama-Glasdach mit elektrischer Jalousie, an dessen äußeren Rändern gelbe LED für eine angenehme indirekte Beleuchtung sorgen. Neben dem Metallic-Lack das einzige Extra in der ASX-Preisliste ist übrigens das Touchscreen-Radio inklusive Rückfahrkamera.

Die Topversion Instyle schließlich bringt für weitere 3.160 Euro Aufpreis Ledersitze mit Heizung und elektrischer Einstellung (Fahrersitz) mit, dazu ein schlüsselloses Zugangssystem (Smart Key) sowie das schon erwähnte Navigations- und Soundsystem inklusive Subwoofer.

Wie beim Outlander gibt es auch für den ASX Einschränkungen bei der Kombination von Motoren, Antrieben und Ausstattungsvarianten. Den Benziner gibt es nur als Fronttriebler, die Diesel erst ab Invite-Ausstattung, und ein Automatikgetriebe ist im ASX grundsätzlich nicht verfügbar.

Outlander mit Kombi-Qualitäten

Durch die unterschiedliche Gesamtlänge bei identischem Radstand ergeben sich für beide eigenständige Proportionen. Der Outlander nutzt die zusätzlichen Zentimeter für mehr Laderaum oder eine dritte Sitzreihe.

Bei identischem Radstand unterscheidet sich das Raumangebot auf den Rücksitzen praktisch nicht voneinander. Knie und Beine müssen sich weder im ASX noch im längeren Outlander hinter die Vordersitze klemmen. Ab Intense ist bei ihm neben zwei zusätzlichen, flach versenkbaren Sitzen auch eine um 25 Zentimeter verschiebbare Rückbank an Bord. Sie verschafft den Mitfahrern auf der nur mühsam erreichbaren und engen dritten Sitzreihe mehr Beinfreiheit und erhöht zudem die Variabilität des Gepäckraums. Als reiner Fünfsitzer bietet der Outlander mit 591 Liter naturgemäß deutlich mehr Ladevolumen als der 36 Zentimeter kürzere ASX (419 Liter). Bei dachhoher Beladung passen bis zu 1.754 Liter hinein, womit sich der Outlander selbst vor längeren Mittelklasse-Kombis keineswegs verstecken muss.

Diesel lohnen nur für Vielfahrer

Der Dieselmotor lohnt sich wirtschaftlich nur für Vielfahrer – im ASX wie im Outlander. Wer beim ASX den Dieselmotor haben will, muss beim Kauf 5.700 Euro mehr bezahlen. Austattungsbereinigt sind es immer noch 3.500 Euro, und neben der Anschaffung ist auch der Wertverlust höher. Um das und die höheren Kosten für Steuer und Versicherung über den niedrigeren Verbrauch und die günstigeren Kraftstoffkosten ausgleichen zu können, müssen Käufer schon viele Kilometer fahren. Beim Outlander rechnet sich der Diesel erst ab knapp 30.000 Kilometer pro Jahr, beim ASX sogar noch später. Auch der finanzielle Mehraufwand für den Allradantrieb wirkt sich auf die monatlichen Unterhaltskosten aus. Beim ASX entstehen nach der Modellrechnung bei einer Jahresfahrleistung von 15.000 Kilometern monatliche Mehrkosten von knapp 30 Euro (inklusive Wertverlust).

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Drehmoment-Liebhaber müssen zum Diesel greifen

Trotz der überschaubaren Motorenauswahl gibt es für ASX und Outlander zahlreiche Antriebsvarianten. Blicken wir zunächst unter die Haube des Outlander. Dort steckt mit dem Zweiliter-Benziner eine echte Premiere: Das neu entwickelte Triebwerk verfügt über die jüngste Entwicklungsstufe der variablen Ventilsteuerung und erreicht in Verbindung mit der Start-Stopp-Automatik (Serie in beiden Modellen) als Fronttriebler einen Normverbrauch von 6,8 Liter, in der Allrad-Ausführung mit CVT-Getriebe sogar nur 6,5 Liter pro 100 Kilometer. Dabei ist der Outlander mit dem Vierzylinder-Saugmotor keineswegs untermotorisiert, sondern in Sachen Sprint (null auf 100 in unter elf Sekunden) und Laufkultur absolut konkurrenzfähig. Für regelmäßige Langstrecken und Zugaufgaben empfiehlt sich hingegen der bekannte 2.2 DI-D, der für seinen Einsatz in der dritten Outlander-Generation leicht modifiziert wurde. Er gefällt mit kräftigem Anzug bereits unter 2.000 Touren und gibt sich gleichzeitig bei den Verbräuchen bescheiden: Als Fronttriebler unterbietet er im Normzyklus die Fünf-Liter-Marke, und selbst die Allradversion mit Sechsgang-Wandlerautomatik bleibt noch deutlich unter sechs Liter pro 100 km. Im ASX sind beide Aggregate eine Nummer kleiner: Der bekannte 1,6-Liter-Benziner leistet 117 PS – genug für die Stadt und gelegentliche Extratouren, aber nur mit fleißiger Schaltarbeit. Immerhin gibt er sich auf dem Prüfstand mit 5,8 L/100 km sparsam. Wesentlich komfortabler ist man mit dem 1,8-Liter-Selbstzünder unterwegs. Auch wenn er nicht ganz den Punch des 2.2 DI-D entwickelt, reicht sein Drehmoment gut für schaltfaules, entspanntes Fahren aus.

Fazit

Welcher Mitsubishi-SUV für wen? Bevor man über die Wunschmotoren und -ausstattungen nachdenkt, sollte man sich über seine alltäglichen Transportbedürfnisse im Klaren sein. Für Singles oder Kleinfamilien beispielsweise reicht der kompakte ASX locker aus. Fährt man nur selten lange Strecken oder mit hoher Beladung, muss es auch nicht unbedingt der flotte Dieselmotor sein, der beim Kauf 3.500 Euro teurer kommt – die nächsthöhere Ausstattung ist wesentlich günstiger und wertet den ASX nicht nur optisch auf. Familien mit zwei oder mehr Kindern sowie Menschen mit platzraubenden Hobbys sollten dagegen zum Outlander greifen. Er verfügt über das größere Gepäckabteil und ist bereits als Basisversion Invite (noch unter 28.000 Euro) umfassend ausgestattet. Wer gelegentlich mehr Sitzplätze braucht, bestellt den teureren, besser ausgestatteten Intense. Mit Automatikgetriebe gibt es derzeit ohnehin nur den Outlander.

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