Dakar Smart Buggy 4x4: Wüsten-Floh muss Dakar absagen

Dakar Smart Buggy 4x4 2013

Es wäre zu schön gewesen: Ein Smart tritt bei der Rallye Dakar gegen Monster Hummers und Allrad-Pickups an. Doch der Traum eines spanischen Rennstalls scheiterte in letzter Sekunde am Geld. Wir stellen Ihnen das ungewöhnliche Auto trotzdem vor.

Es hat nicht gereicht. José Luis Alvarez hat alles Mögliche in Bewegung gesetzt, seinen skurrilen Smart Buggy doch noch bei der Dakar 2013 an den Start zu bringen. Am Ende fehlten 17.000 Euro in der Kasse. Zwei Wochen vor dem Auftakt in Lima war plötzlich ein Sponsor abgesprungen.

Dakar-Start scheitert in letzter Sekunde

Nur fünf Tage blieben, das Geld aufzutreiben. Mit einer kurzfristig angelegten Crowdfunding-Aktion versuchte der Spanier kleine Geldbeträge von Fans und Freunden einzusammeln. Doch dann ging dem Piloten einfach die Zeit aus. "Es ist vorbei ohne überhaupt das Startpodium zu sehen, und ohne zu wissen, wie es weitergeht", erklärte der enttäuschte Projektleiter auf der Webseite seines Teams.

Bis zum Ende hatte das Feber Dakar Team noch gehofft, dass der Traum vom Start zum Wüstenklassiker in Erfüllung geht. Das Auto war bereit für die mehr als 8.000 Kilometer lange Reise durch den südamerikanischen Kontinent. Bei ausgiebigen Testfahrten wurde die Technik ausgereift. Dabei steckt unter dem Smart-Kleid knallharte Rennsporttechnik.

Smart-Karosserie auf Polaris-RZR-Rahmen

Die GFK-Karosserie im Design zweitürigen Stadtflitzers wurde einfach auf das Fahrgestell eines 900er Polaris RZR aufgesetzt. Das Side-by-Side-UTV kostet rund 15.000 Euro und ist wegen seines wettbewerbstauglichen Fahrwerks im Quad-Sport sehr beliebt. Die Erlaubnis für den Start in der Leichtbau-Buggy-Wertung hatten ihm die Organisatoren vom ACO bereits erteilt. Startnummer 382 war reserviert. Doch nun wird nichts daraus.

Die Fans hätten es sicher gerne gesehen, wie sich der 750 Kilogramm leichte Offroad-Zwerg mit seinem 90 PS starken 900 Kubik-Motörchen in den Dünen geschlagen hätte. Ausgestattet mit einem 120 Liter-Tank, Survival-Kit, Wasser-Vorrat, zwei Ersatzrädern, Werkzeug, Schlafsack und natürlich GPS war der kleine Wüsten-Floh bereits für den Marathon vorbereitet. Vielleicht klappt es ja im kommenden Jahr.

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