Hier können Sie sich einloggen oder registrieren.
4wheelfun Reisebericht

VW Amarok 2.0 TDI - erste Testfahrt

Der erste Test mit dem neuen VW Amarok

Jetzt ist er da: Wir konnten die ersten Eindrücke mit dem neuen VW Amarok in seiner Europa-Version sammeln. 4Wheel Fun hat den neuen Pickup von VW auf der Straße und im Gelände getestet. Am Start: das preiswerteste Basismodell


Bilder
‹ zurück Bild 1 von 26 weiter ›
Foto: Stephan Lindloff

Der VW Amarok trat jetzt zur ersten Testfahrt auf europäischem Boden an. Bislang konnten wir nur für den argentinischen Markt produzierte Versionen in Südamerika fahren

Der VW Amarok trat jetzt zur ersten Testfahrt auf europäischem Boden an. Bislang konnten wir nur für den argentinischen Markt produzierte Versionen in Südamerika fahren

Bislang gab es nur Fahrgelegenheiten in Südamerika mit für den argentinischen Markt produzierten Amarok. Jetzt hatten wir erstmals Gelegenheit, den neuen Pickup von VW in seiner Deutschland-Ausführung zu fahren, so wie er im Herbst zu den Kunden kommt.
 
Zunächst wird es den Amarok nur mit Doppelkabine und dem Biturbo-TDI mit 163 PS geben. Drei Ausstattungslinien – Amarok, Trendline und Highline – sind verfügbar, die jeweiligen Basispreise reichen von 30.844 bis 37.169 Euro.
 
Wir entschieden uns beim ersten Test auf europäischem Boden bewusst für den Basis-Amarok, um den Lifestyle-Laster unverfälscht und pur zu testen. Diese Ausführung verzichtet auf Lederausstattung, Chrom und Alu-Look, kostet aber auch  über 6.000 Euro weniger als die Topversion.

Mehr zum Thema
VW Amarok
VW Amarok: Die Preise Auf der AMI wird der Amarok-Preis genannt
Test des VW Amarok Der neue VW-Pickup im Extremeinsatz
Schlagworte

Kunststoff satt im Innenraum

Der Innenraum ist keinesfalls karg möbliert, sondern strahlt durchaus Solidität aus. Bequeme Stoffsitze, keine unverkleideten Blechteile. Allerdings auch Kunststoff satt – Armaturenbord, Mittelkonsole und Lenkrad könnten auch aus einem VW Caddy in Basisausführung stammen. Jedoch ist alles so sauber und routiniert verarbeitet, wie man das von den Wolfsburgern erwartet.

Nur für Profis: die HD-Federung

Schon die ersten Meter mit dem Testwagen machen klar, dass diese Ausführung auf harte Arbeit wartet. Unser Amarok ist mit der Heavy-Duty-Federung ausgerüstet, die für eine Tonne Nutzlast ausgelegt ist. Das spürt man bei jedem Kanaldeckel, die Hinterachse keilt tüchtig aus. Klare Empfehlung also: Wer nicht häufig mit schwerer Ladung unterwegs ist, sollte auf das (aufpreisfreie) Schwerlastfahrwerk verzichten und die Standardfederung nehmen. Die ist „nur“ für 862 Kilo Zuladung konfiguriert, agiert aber bei leerer Ladefläche erheblich geschmeidiger und beschert dem Amarok auch einen guten Langstreckenkomfort.
 
An einer Option hat sich leider nichts geändert: Das Untersetzungsgetriebe gibt es nur in Verbindung mit dem einfachen Zuschaltallrad. Der ist auf festem Untergrund nicht zu verwenden, die Verspannungen sind im Allradbetrieb extrem. Das heißt: auf der Straße nur mit Heckantrieb. Immerhin: Das ESP reagiert bei forscher Fahrweise mustergültig und bändigt das ausbrechende Heck, ein Zusatzprogramm zur Gespannstabilisierung ist integriert.


Der VW Amarok ist ein angenehmes Reisefahrzeug

Abgesehen von der bockigen Heavy-Duty-Federung unseres Testwagens ist der VW Amarok ein angenehmes Reisefahrzeug. Das Geräuschniveau ist niedrig, der lediglich zwei Liter messende Biturbo reißt schon bei niedrigen Drehzahlen kräftig an. Damit lässt sich der Amarok schaltfaul im hohen Gang fahren – auch das ein Grund für den im Marktumfeld konkurrenzlos niedrigen Verbrauch (Normangabe: 7,8 l/100 km).
 
Eine besonders ausgeprägte Anfahrschwäche lässt sich dem Zweiliter-TDI nicht attestieren. Es gibt ein bisschen davon, aber das Absterben des Motors beim losfahren ließ sich beim Testwagen nur mit besonders ruppiger Bedienung provozieren. Einmal in Bewegung, marschiert der Vierzylinder schon aus niedrigen Drehzahlen ruckelfrei und kraftvoll los – die 400 Newtonmeter sind spürbar.

Im Gelände geht der VW Amarok richtig gut

Spezielles Augenmerk legten wir auf den ersten Geländetest mit dem Newcomer. Der Testwagen war mit hinterer Differentialsperre aufgerüstet (Aufpreis 672 Euro), Traktionskontrolle sowie die Bergan- und Abfahrkontrolle sind auch beim Basismodell serienmäßig.

Dieses Komplettpaket ist ziemlich stimmig: der Amarok geht im Gelände richtig gut. Das Limit setzte alleine die niedrige Bauchfreiheit durch die kleinen 205/16er Basisräder. All zu steile Kuppen sind damit tabu. Dafür stimmt der Rest. Verschränkungsmeister ist er keiner, doch im Verbund mit der Sperre und der Traktionskontrolle lassen sich auch derbe Passagen mit halbmetertiefen Löchern völlig stressfrei meistern. Die Bergabfahrkontrolle arbeitete im Gelände auch an deftigen Abfahrten souverän, die Berganfahrkontrolle mustergültig – und klettern kann der Amarok mit seiner kurzen Übersetzung wie eine Ziege.

Superkurze Geländeübersetzung im VW Amarok

Die Untersetzung, mit 2,7:1 knackig ausgelegt, lässt sich einfach per Knopfdruck aktivieren. Speziell im ersten Gang des Transportergetriebes, der mit 4,8:1 besonders kurz ausgelegt ist, gerät der Amarok damit zum Kriechtier, das man problemlos im Standgas durch die Botanik marschieren lassen kann. Die maximale Gesamtübersetzung liegt bei 53,2:1, ein ausgezeichneter Wert, bei dem selbst Experten wie der Jeep Wrangler passen müssen. Eine tolle Vorstellung, die Vorfreude auf unseren kommenden Supertest des VW Amarok weckt. Ein Wermutstropfen: die Gaspedalabstimmung ist in der Untersetzung nicht gut gelungen und zu nervös. Selbst mit viel Gefühl sind im ersten Gang leichte Bocksprünge nahezu unvermeidlich. Hier ist noch auf ein Update zu hoffen.
 
Sieht man sich die Ausstattungsliste an, wird allerdings schnell deutlich, dass das Basismodell zum Preis von 30.844 Euro wirklich nur denjenigen zu empfehlen ist, die pure Basis haben wollen. Die Ausrüstung mit wenigen Komfortfeatures – Fensterheber, Zentralverriegelung, Klimaanlage – kostet rund 2.000 Euro Aufpreis. Die nächste Stufe, der Trendline, ist für 3.785 Euro mehr zu haben und hat noch einige Gimmicks zusätzlich.

Weitere bebilderte Detail-Infos finden Sie in unserer ausführlichen Fotoshow.

Fazit:

Der VW Amarok ist ein spannender Neuzugang in der Pickup-Szene. Die Beschwerden über den fehlenden Permanent-Allrad mit Untersetzung wird sich VW allerdings noch länger anhören müssen. Sehr überzeugend fällt die Gelände-Performance des neuen Pickup aus. Die Heavy-Duty-Federung ist nur Dauer-Spediteuren oder Wohnkabinenbesitzern zu empfehlen, alle anderen sollten das Standard-Fahrwerk wählen. Der Rest des Autos ist vom Geräuschkomfort bis hin zur mehr als ausreichenden Leistung absolut alltagstauglich.

Autor: Torsten Seibt
Welcher Pickup ist Ihr Favorit?


BMWTier BMWTier » 24.06.2010, 12:23 Uhr  #7

Hallo zusammen,
ich weiß nicht wieso hier alle auf dem Amarok rumtrampeln. Natürlich kannst du nen Pick-Up nicht mitm (Jeep) Geländewagen vergleichen. Doch leider bietet Jeep auch keinen Pick-up an, in Deutschland zumindest soviel ich weiß (lass mich gerne anders belehren). Das für mich bahnbrechende beim Amarok ist der einsatz von ESP (in allen modellen) und der verfügbare Permanentallrad mittels Torsendifferenzial, gut hat der L200 schon lange werden jetzt manche sagen, aber nun gibt es endlich ein Konkurrenzprodukt (Das für meinen Geschmack deutlich besser aussieht, nicht wie en gestrandetes UFO ;-) Und langsam kapieren auch die anderen Anbieter das die Fuhre ohne Esp in unseren Wintern so gut wie unfahrbar ist, so hat der neue Nissan Navara nach dem Facelift nun auch Esp. Alle anderen Anhänger von Zuschaltallrad können ja voll gesperrt im Winter über die Autobahn heizen, freut halt dann die Werkstatt. Der Amarok ist ein deutscher Schritt in die Zukunft des geländegängigen Lastesel

H.J.B. H.J.B. » 22.06.2010, 01:14 Uhr  #6

klar, ein Jeep ist ein Jeep und Vater aller dinge. es gibt aber auch noch andere, gelaendewagen die nicht zu unterschaetzen sind. mercedes G oder land rover. selbst ein suzuki jimny mit zwei sperren ist kaum aufzuhalten.
der amarok ist nur ein pick-up und fuer schweres gelaende ungeeignet. zuwenig bodenfreiheit. zu lange ueberhaenge. die plastikstosstangen und ecken reissen bei schwerem gelaende einfach ab. der tank sitzt mittig unter dem fahrzeug und kann bei geroellpisten schaden nehmen. in sand oder schlamm kommt er nicht weit (gewicht/bodenfreiheit). in verwinkelten ecken ist er zu lang. die federung ist zu hart und verschraenkung zu wenig. die vorderachse hat kaum federweg. die raeder sind zu klein, das profil nur fuer strassenbetrieb geeignet.
fuer feld-wald-wiesentransporte mag er ok sein.
expeditionen moechte ich damit auch nicht machen. nachdem oeffnen der motorhaube, wuerde der mechaniker im sudan, nur unwissend seinen kopf schuetteln. happy day :-)

Only in a Jeep Only in a Jeep » 21.06.2010, 14:55 Uhr  #5

Zitat: " Den VW mit einem Jeep zum Thema Gelaendegaengigkeit zu vergleichen ist laecherlich."

Dem stimme ich vollkommen zu. Ein Jeep ist und bleibt das beste Geländefahrzeug.

Ob der Amarok wirklich im Gelände so gut ist wird der Supertest zeigen. Aber dadurch, dass es bis jetzt nur einen Supertest mit 2 anderen pick-ups gibt, finde ich man kann die geländetauglichkeit vom Amarok kaum mit anderen pick-ups vergleichen. (Supertests mit anderen z.B: amerikanischen pick-ups wäre gut)

Hardy Hardy » 20.06.2010, 19:13 Uhr  #4

Ist doch alles Wurscht. Da es ein VW ist, wird er in Deutschland gekauft, auch zu den doch recht hohen Preisen. Leider eignen sich die VW Preise nicht dazu die Konkurrenz dazu zu bewegen deren Preise zu senken. Wenn demnächst der HILUX offziell 30 % billiger wird dann wird es spannend.

H.J.B. H.J.B. » 17.06.2010, 22:29 Uhr  #3

Es wird genug Kaeufer geben. VW zehrt vom grossen Marketing. Auf dem amerikanischen Kontinent wird die Sache aber neutraler gesehen. Da befindet sich VW von der Zuverlaessigkeit und Langlebigkeit auf dem Level von Chevrolet und eben ganz hinten in der Liste.
Weniger Technikgimmigs sind zwangslaeufig haltbarer. Wer nicht durch Verbrauchsvorgaben gegaengelt wird, sollte einen Saugmotor bevorzugen.
Das mit den nicht haltbaren Softlacken, und in mode gekommenen Kunststoffen, im Innenraum scheint VW gut zu wissen und verwendet mehr Hartplastik im Amarok.
Den VW mit einem Jeep zum Thema Gelaendegaengigkeit zu vergleichen ist laecherlich. Gerne stelle ich meinen CJ7 zu einem Vergleich zur Verfuegung.

Mercedes G-Klasse

Der Offroad-Klassiker von Mercedes-Benz

Topstories
Kia Sportage 2.0 CRDI 2011 Fahrbericht
Kia Sportage 2.0 CRDI AWD
Kias neue Kante - der Sportage 2011
Stellenanzeige
Limora - Stellenanzeige
4wheelfun on Facebook
Autokreditvergleich
Günstige Kredite zu marktaktuellen Zinsen –
jetzt kostenlos und unverbindlich vergleichen!
Kfz-Versicherungsvergleich
Kfz-Versicherung vergleichen und bis zu 500 Euro sparen.
Meiste Kommentare
Kia Sportage 2.0 CRDI AWD
Kias neue Kante - der Sportage 2011



Jetzt gewinnen! VW Passat CC V6 4Motion