Alles über Mitsubishi Outlander
Mitsubishi Outlander 2.2 Di-D 4W, Nissan Qashqai +2 2.0 dCi, Frontansicht 31 Bilder Zoom

Mitsubishi Outlander gegen Nissan Qashqai: Wettstreit der kompakten Diesel-SUV

Mit dem neuen Mitsubishi Outlander präsentieren die Japaner nun die dritte Auflage ihres Kompakt-SUVs. Ist der Neue nun besser als Nissans Zulassungskönig Qashqai? Und schafft der bisherige Außenseiter Outlander den Sprung zum Bestseller? Wir haben die zwei Allradler aus Fernost genauer unter die Lupe genommen und verglichen.

Eierlegende Wollmilchsäue wünscht sich jeder, seien es Küchenmaschinen, heimische Multimediasysteme oder Autos. Kompakte Allradler kommen diesem Ideal inzwischen ziemlich nah, was sich in steigender Beliebtheit und wachsender Modellflut zeigt. Stückzahlen-König der fernöstlichen SUV-Bande ist mit großem Abstand der Nissan Qashqai, den es mittlerweile in zahlreichen Varianten gibt – zwei Karosserielängen, vier Ausstattungsstufen, ebenso viele Getriebe und fünf Motoren. In der Version +2 mit sieben Sitzen eignet er sich sogar als Großfamilien-Transporter.

Mitsubishi Outlander mit Premium-Anspruch

Mitsubishis Outlander nahm bisher die Außenseiterrolle ein, war ein durchaus solider SUV, kam aber niemals an die Verkaufszahlen der japanischen Konkurrenz heran. Das soll sich nun ändern. Dazu schneiderte Mitsubishi ein schickes neues Blechkleid, trimmte die beiden Motoren auf mehr Kraft und Sparsamkeit und widmete sich besonders der Qualität. Schließlich soll die dem eigenen Premium-Anspruch nicht nur nahe kommen, sondern ihn offensichtlich machen. Um dies zu überprüfen, bietet sich ein Vergleich mit dem ebenfalls siebensitzigen Nissan Qashqai an.

Qualitativ hat der Mitsubishi Outlander spür- und sichtbar zugelegt. Hochwertige, weiche Kunststoffe im Innenraum, Klavierlack um die Instrumente und präzise definierte Druckpunkte aller Tasten und Schalter entfernen den Outlander meilenweit vom hemdsärmeligen Image früherer Allradler. Unmöglich, sich vorzustellen, mit diesem feinen SUV durch den Matsch zu baggern oder mit schlammigen Gummistiefeln hinters Lenkrad zu steigen. Wobei er Ersteres durchaus könnte, denn außer in der Basisversion Invite ist der automatische adaptive Allradantrieb immer an Bord.

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Nissan Qashqai  ist souveräner Reisewagen

Premium möchte der Nissan erst gar nicht sein, viel eher Everybody’s Darling. Kein schlechter Plan, wie die Beliebtheit des Nissan Qashqai beweist. Dabei muss sich das fein gemachte Sondermodell I-Way nicht hinter dem Mitsubishi Outlander verstecken. Die Qualitätsanmutung ist zwar eine Spur weniger hochwertig, dafür spielt der Nissan Qashqai aber in einer anderen Preisliga, kostet ausstattungsbereinigt fast 5.000 Euro weniger als der Outlander. Mächtige 18-Zoll-Räder, das riesige Panorama-Glasdach und die Automatik in Verbindung mit dem Zweiliter-150-PS-Diesel sorgen trotzdem für einen Hauch Luxus.

Die Motorisierung der Probanden ist zumindest theoretisch sehr ähnlich. Unter beiden Hauben werkeln Common-Rail-Diesel mit 150 PS, der Zweiliter des Nissan kreiert 320 Nm, der 2,2-Liter im Outlander wuchtet sogar 380 Nm an die Kupplung. Kein großer Unterschied, möchte man meinen. Und liegt völlig daneben. Natürlich ist der Renault-Motor, der den Nissan Qashqai auf Trab bringt, kein Schwächling. Trotzdem versickert so viel Kraft im Kampf mit dem hohen Gewicht und im Drehmomentwandler der Automatik des Testwagens, dass einem die 320 Nm zunächst zweifelhaft erscheinen. Dennoch ist der Selbstzünder ein souveräner Antrieb selbst auf bergigen Autobahnabschnitten, auch wenn sich das Temperament in Grenzen hält.

Mitsubishi Outlander-Diesel schiebt kräftig an

Ganz anders legt der Mitsubishi-Diesel los, zweifellos das Sahnestück des Outlander. Völlig unangestrengt und erstaunlich kultiviert schiebt er den immerhin gut 1.660 Kilogramm schweren Wagen so vehement voran, dass keine Zweifel an den versprochenen Leistungsangaben aufkommen. An dem geringen Hubraum-Plus von 273 Kubikzentimetern wird es kaum liegen, vielmehr ist den Mitsubishi-Entwicklern ein beachtlicher Selbstzünder gelungen, der sogar der sparsamste Motor aller Kompakt-SUV sein soll.

Mitsubishi verspricht für die vorderradgetriebene Basisversion des Mitsubishi Outlanders ambitionierte 4,8 L/100 km, während die 4WD-Variante mit Automatikgetriebe, aber ohne das sonst obligatorische Start-Stopp-System 5,8 Liter verbrauchen soll. Satte 1,3 Liter weniger als der vergleichbare Nissan Qashqai. Sicher werden diese Werte im Alltagsbetrieb höher liegen, vor allem bei längeren schnellen Autobahnetappen. Trotzdem entkräftet der Outlander das Vorurteil vom durstigen SUV, verbraucht im Normzyklus sogar weniger als ein VW Polo mit 60-PS-Benziner.

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