Mazda CX-5 20 Bilder Video Zoom

Mazda CX-5 im Fahrbericht: Kompakt-SUV leicht gemacht

Auf der ersten Testfahrt im Mazda CX-5 lernen wir: Neue Benziner kommen sehr wohl ohne Turbo aus, Diesel mögen es dagegen doppelt geladen. Knackig schalten lässt sich nicht nur der MX-5, und Leichtbau funktioniert auch mit Stahl.

Konfuzius sagt: "Ist man in kleinen Dingen nicht geduldig, bringt man die großen Vorhaben zum Scheitern." Diesem Rat folgend hat sich Mazda mit seinem neuen kompakten SUV viel Zeit gelassen. Nach der ersten Ausfahrt wissen wir: Gut so, denn der Mazda CX-5 wird die Rangordnung von VW Tiguan, Ford Kuga, Skoda Yeti und Kia Sportage verändern.

Die Überraschung folgt auf den ersten Blick: Der Viertürer wirkt kleiner und gedrungener, als er tatsächlich ist – durchaus ein Verdienst des sportlichen Designs. Wer will schon einen klobigen 4,50 Meter langen Wagen? Obwohl der Mazda CX-5 mit 1,67 Metern nicht wirklich flacher als der VW Tiguan ist, duckt er sich optisch besser auf die Straße. Sie vermuten jetzt mickrigen Einsteigekomfort und wenig Kopffreiheit? Falsch! Dank fürstlichem Radstand (2,70 Meter, fast zehn Zentimeter mehr als der Tiguan) muss man sich weder vorn noch hinten in den Wagen zwängen.

Erstaunlich prächtig fallen Knie- und Beinfreiheit in Reihe zwei des Mazda CX-5 aus, nur die Polster der Rücksitze sind etwas kurz. Längs verschieben lässt sich die Bank zwar nicht, dafür kann man ihre drei Teile mittels Knopfdruck fein säuberlich zusammenfalten. Mit aufgestellten Rücksitzen passen 500 Liter Gepäck ins Heck. In Reihe eins gibt es serienmäßig bequeme Sitze mit reichlich Seitenhalt - kein Vergleich zum Mobiliar früherer Mazda-Modelle. Zudem krankten diese mitunter an einem lieblosen Armaturenträger, doch auch das gehörtseit dem Mazda CX-5  der Vergangenheit an.

Im Mazda CX-5 wartet hingegen ein aufgeräumter Arbeitsplatz mit integriertem Berührungsbildschirm, den wichtigsten Schnittstellen für Telefon und Musikspeicher sowie einem Dreh-Drück-Bedienknopf in der Mittelkonsole ganz nach dem Vorbild des i-Drive von BMW.

Neue Triebwerke für den Mazda CX-5

Beim neuen Benzinmotor fehlten Mazda die Vorbilder, da momentan alle auf Hubraumverkleinerung und Aufladung setzen. Die Japaner wollten dagegen den Wirkungsgrad des Ottomotors verbessern, bevor sie ihn zwangsbeatmen. Das scheint ihnen beim Zweiliter-Benziner im Mazda CX-5 geglückt zu sein, der mit 14:1 ungewöhnlich hoch verdichtet ist, aber dank Feintuning der Kolben und einer cleveren Zündverstellung nicht zum Klopfen neigt. Seine 165 PS (210 Newtonmeter Drehmoment) entfalten sich im Gegensatz zu den aufgeladenen Kollegen schön harmonisch übers Drehzahlband. Wer’s eilig hat, muss allerdings immer darauf achten, dass die Drehzahl nicht zu weit absackt.

Beim ebenfalls komplett neuen 2,2-Liter-Diesel - er wird mit 150 und 175 PS angeboten - ist das nicht nötig, da ihn gleich zwei Turbos unterstützen. Der kleinere Lader arbeitet bei niedrigen und mittleren Touren, der größere klinkt sich kurz mit ein und übernimmt darüber. Die daraus resultierende Drehmomentwelle (420 Newtonmeter bei der stärksten Version) treibt den Mazda CX-5 jederzeit wunderbar voran. Mit 14:1 fällt die Verdichtung des Selbstzünders ungewöhnlich niedrig aus, was normalerweise Kaltstartschwierigkeiten mit sich bringt. Mazda hat das Problem unter anderem mittels cleverer Abgasventilsteuerung und optimierter Gemischbildung gelöst und verkündet stolz einen angepeilten Verbrauch von 4,8 L/100 km. Zum Vergleich: Der Topseller Tiguan 2.0 TDI mit 170 PS liegt bei sechs Liter pro 100 Kilometer. Der neue Benziner von Mazda soll bei 6,1 Litern liegen - auch das ein sehr vorzeigbarer Wert.

Mazda CX-5 schaltet sich knackig

Um in Fahrpausen überhaupt keinen Kraftstoff zu verbrauchen, werden beide Vierzylinder im Mazda CX-5 serienmäßig mit einer Start-Stopp-Automatik ausgerüstet. Während der Ottomotor mit Front- oder Allradantrieb angeboten wird (jeweils als Schalter oder Automat), arbeitet im starken Diesel immer eine elektronisch gesteuerte Haldexkupplung. Bei Traktionsschwierigkeiten reicht sie bis zu 50 Prozent der Kraft an die Hinterachse weiter.

Neben dem ebenfalls frischen Sechsgang-Schaltgetriebe mit wunderbar kurzen Wegen steht ein neu entwickelter Sechsgang-Wandler zur Verfügung, der auf optimalen Kraftschluss optimiert wurde. Auf der ersten Fahrt mit dem Mazda CX-5 funktionierten beide Getriebe vorbildlich, wobei die manuelle Box dank der sehr kurzen, exakten Schaltwege deutlich mehr Spaß gemacht hat. Weniger Freude werden die Konkurrenten mit dem Gewicht des Mazda CX-5 haben. Bei der Entwicklung des Viertürers wurde konsequent auf Leichtbau mit hochfesten Stählen gesetzt. Ergebnis: ein Leergewicht von unter 1.400 Kilogramm.

Von am 2. Oktober 2011
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