Kia Sorento 2.2 CRDI 2013 Facelift 26 Bilder Zoom

Erster Test Kia Sorento 2013: SUV im Fahrbericht: Facelift oder neues Auto?

Drei Jahre nach Einführung der zweiten Generation kommt das Facelift. Aber stimmt das? Wir fuhren einen rundum neuen Kia Sorento.

Der Produktzyklus in der Autobranche unterliegt einem ehernen Gesetz – wenn man nicht gerade Jeep oder Land Rover heißt. Drei Jahre nach der Einführung folgt die Modellpflege, nach weiteren drei Jahren die nächste Generation. Daran mag sich auch Kia mit dem 2009 erstmals präsentierten Sorento der zweiten Generation halten und betitelt die Neuvorstellung des 2013er-Jahrgangs schlicht als Facelift-Modell. Doch das ist ein bisschen tiefgestapelt. Denn in Wirklichkeit ist das Modelljahr 2013 ein neues Auto.

Kia Sorento 2013: Optik bleibt ähnlich

Nicht-Eingeweihte müssen zweimal hinsehen, um den neuen Modelljahrgang zu erkennen. Die Front wurde entschlackt, die Scheinwerfer nach bekanntem Muster schmaler, weiter nach hinten gezogen und der gelben Blinklichter beraubt, die Nebelsscheinwerfer stehen nun hochkant statt in den bisherigen Höhlen und der Kühlergrill zitiert das aktuelle Markengesicht. Etwas leichter fällt die Identifizierung am Heck, wo die nun ebenfalls in LED-Technik ausgeführten Rückleuchten schmaler und grimmiger in den rückwärtigen Verkehr blicken.
 
Obwohl die restliche Form unangetastet blieb, steckt unter der bekannten Hülle ein neuer Kern. Die Plattform teilt sich der Sorento jetzt mit dem Hyundai Santa Fe. Die Karosserie wurde deutlich steifer und an crashsensiblen Stellen kräftig verstärkt. Auch das Fahrwerk wurde im Grunde neu konstruiert. Beim alten blieb es lediglich bei der Antriebstechnik. Der Dieselmotor wurde abgasseitig auf Euro-5-Norm gehievt, unterscheidet sich aber sonst nicht vom Vorgänger. Das gleiche gilt für Getriebe und Allradsystem. Lediglich der in Deutschland nur wenig gefragte Benzinmotor mit 2,4 Liter Hubraum erhielt ein Update: mit der Umstellung auf Direkteinspritzung liefert er nun bei geringerem Verbrauch 18 PS mehr.

Technisch ist es ein neues Auto

Die Karosserie-Umstrukturierung bringt um Nuancen bessere Platzverhältnisse – ein um zehn Millimeter tieferer Boden oder die drei Zentimeter mehr Beinfreiheit in der zweiten Reihe lassen sich allerdings in Natura kaum wahrnehmen, schon bislang war der Sorento ein geräumiges Auto. Erheblich gesteigert hat sich jedoch die Möblierung. Die Materialanmutung ist im neuen Modell eine Klasse höher angekommen, viel geschäumter Kunststoff, edler aufgemachte Details wie die Lüfterdüsen und jede Menge neue Komfort-Extras. Die besser ausgestatteten Versionen Vision und Spirit lassen sich optional noch weiter aufrüsten, mit belüfteten Ledersitzen zum Beispiel oder einem riesigen Panorama-Glasdach. Wie weit Kia die Ausstattung nach oben verschiebt, zeigen auch die Instrumente: nur in der Basisversion sind noch reguläre Armaturen verbaut, die teureren Versionen informieren wie im Range Rover mit einem LCD-Bildschirm, der Tacho und Drehzahlmesser als Grafik anzeigt.
 
Bei der ersten Testfahrt zeugt sich der neue Kia Sorento des Modelljahrgangs 2013 nicht nur in Sachen Ausstattung komfort-orientiert. Auch die Fahrwerksabstimmung ist eher auf Cruisen ausgelegt, ohne dabei jedoch übermäßig schaukelig zu wirken. Wir fuhren die Top-Version mit Sechsgang-Automatik. Mit den rund zwei Tonnen Leergewicht kommt der Vierzylinder gut zurecht, Kia gönnt dem Automatik-Modell ein um 16 Newtonmeter höheres Drehmoment als mit Schaltgetriebe. Der neu gestaltete und in neuer Kulisse geführte Ganghebel soll laut Kia auch eine angenehmere Handschaltbarkeit über eine Plus/Minus-Wippfunktion offerieren, doch im normalen Fahrbetrieb kommt kaum der Wunsch auf, dem Getriebe in seine Arbeit hineinzureden.

Oberklasse-Extras im Kia Sorento 2013

Auffällig ist die bessere Geräuschdämmung des neuen Kia Sorento 2013. Abrollgeräusche und Motorenlärm sind wirkungsvoll ausgeblendet. Um so deutlicher sind deshalb allerdings Windgeräusche vernehmbar, die bei höherem Tempo auftreten. Der elektrischen Servolenkung spendierten die Techniker eine wählbare Abstimmung. In drei Stufen kann zwischen Normal, Sport und Comfort umgeschaltet werden Dies beeinflusst zwar nicht die Direktheit, aber den Grad der Lenkunterstützung: in „Sport“ kurbelt es sich eben schwerer. Insgesamt zeigt sich der Sorento als ein feiner Reisewagen, was auch am gestiegenen Wohlfühl-Ambiente liegt. Gutes Entertainment-System, ordentliche Sitze (die Klimatisierung funktioniert sehr effektiv) und genug Kraft, um auch Langstrecken entspannt unter die Räder zu nehmen.
 
Zumindest für das Dieselmodell ist der Einstiegspreis gesunken. Die Allradversion in der Attract-Ausstattung startet nun bei 35.790 Euro. Der günstigste 4WD-Benziner kostet 33.490 Euro. Topmodell ist der Diesel mit Spirit-Ausstattung für 42.290 Euro.

Usermeinung
5
0 Bewertungen
 
5 Sterne
0%
0
4 Sterne
0%
0
3 Sterne
0%
0
2 Sterne
0%
0
1 Sterne
0%
0
Fazit:

Der Kia Sorento war auch bisher schon ein stimmiges Auto. Mit der Modellpflege gewinnt er vor allem beim Verwöhn-Aroma. Zahlreiche Assistenzsysteme und die höherwertige Ausstattung lassen ihn wertvoller wirken. Speziell die voll ausgestattete Topversion ist nahe an der Oberklasse. In Verbindung mit der Siebenjahres-Garantie, die Kia auf das SUV gewährt, wird das auch künftig ein strammer Mitbewerber im Segment.

Jeep Grand Cherokee SRT8 2012 erster Test

Foto

Kia

Datum

6. Oktober 2012
5 4 3 2 1 3,7241379310345 5 29
Kommentare
Kostenloser Newsletter
Newsletter Small

+++ Alle News +++
+++ Alle Tests +++
+++ Alle Touren +++

Und immer bequem und kostenlos per E-Mail.

  • Alle Bereiche
  • Aktuelles
  • Test
  • Markt
  • Fahrzeuge
  • Service
  • Touren
  • Video
4WHEELFUN für:
iPhone Android