Ford Kuga 2.5T im Einzeltest

Der wirbelt Staub auf - Ford Kuga 2.5T

Ford lässt die Muskeln spielen und bietet den jungen Kuga mit 200 PS an. Für die Leistung sorgt der 2,5-Liter-Fünfzylinder-Turbo, welcher in unterschiedlichen Leistungsstufen in der ganzen Ford-Modellpalette zu finden ist. Damit wird der Kuga zum Gegenentwurf zur anderen erhältlichen Motorisierung, dem Zweiliter-Diesel.

Sparsam war er ja, der 2.0 TDCi. Doch mit elf Sekunden auf Tempo 100 und 180 km/h Spitze hat sich der Common-Rail-Kuga nicht gerade ein Sportabzeichen verdient. Nun stellt Ford dem beliebten Diesel ein Turbo-Benziner gegenüber. Der 2,5-Liter-Fünfzylinder basiert auf dem Triebwerk aus dem Kompaktrenner Ford Focus ST und leistet im Kuga 200 PS – das reicht für 210 km/h.


Im Test treibt der 2.5T das schwere Auto über ein Sechsganggetriebe in 8,2 Sekunden auf Tempo 100. Den Verbrauch gibt der Hersteller mit 9,9 Liter Super auf 100 Kilometer an. Auf der 4Wheel Fun-Testrunde und im Alltag zwingt jedoch sein viel größerer Durst (12,3 Liter) zum frühen Boxenstopp. Dafür gibt es unverfälschten Motorsound. Auf der Straße fühlt sich der Kuga am wohlsten. Obwohl der Schwerpunkt recht hoch liegt, kann der Kölner fast wie eine Limousine durch die Kurven gezirkelt werden. Die straffe Federung verdrängt dafür aber jeden Gedanken an einen Geländeausritt. Sollte man es doch probieren, bekommt man prompt die Quittung im Rückrat zu spüren. Durch die kräftige Rappelei stößt der Kuga beim Ritt über Stock und Stein schnell an seine Grenzen.

Auch die Achsverschränkung von 80 Millimetern ist eindeutig zu gering fürs Gelände. Der Antrieb hingegen funktioniert gut. Bei Traktionsproblemen schickt eine Haldex-Kupplung bis zu 50 Prozent der Kraft an die Hinterachse. Das Sechsganggetriebe lässt sich präzise schalten, die übersichtliche Bedienung ist logisch. Auf Wunsch kann der Ford Kuga auch mit der neuen Durashift 5-Tronic-Automatik (1500 Euro) kombiniert werden. Praktisch zum Beladen: die geteilte Heckklappe. So muss nicht immer die gesamte Tür geöffnet werden. Ein Druck auf einen Entriegler am Heck genügt, und die Scheibe schwingt auf. Der Einstiegspreis für den 200-PS-Boliden liegt bei 28.500 Euro – genauso viel verlangt Ford für den Diesel.

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Eckhart Müller

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